Zwischen Trauergefolge und Weltgericht - Kunst und Geschichte des Brunograbmals im Hildesheimer Domkreuzgang

01.02.2012


Vortrag von Dr. Christian Schuffels (Kiel) am 1. Februar 2012

Im Kreuzgang der Hildesheimer Kathedrale hat sich das bemerkenswerte Grabmal des Domherrn Bruno († 1200) erhalten. Einzigartig sind die erzählfreudigen Bildreliefs und die aufschlussreichen Inschriften des Monuments. Dargestellt werden die Aufbahrung des Toten und die Auffahrt seiner Seele zu Christus als dem Weltenrichter. Hinzu kommen die Trauernden, darunter Arme und Bettler in ungewöhnlicher Nähe zum verstorbenen Wohltäter. Das sinnreiche Bild- und Textprogramm wirft ein helles Licht auf ein geachtetes Mitglied des berühmten Hildesheimer Domkapitels im hochmittelalterlichen Deutschen Reich und findet bis heute große Aufmerksamkeit.
Dr. Christian Schuffels ist seit 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Als ausgewiesener Kenner der Hildesheimer Geschichte hat er zuletzt maßgeblich an der Publikation »Kirche und Adel in Norddeutschland. Das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels« mitgewirkt.
Seine jetzt vorliegende neue Publikation ist die erste kunstgeschichtliche, historische und epigraphische Untersuchung des Bruno-Grabmals sowie ein wichtiger Beitrag zur Verfassungsgeschichte des Hildesheimer Domkapitels im 12. Jahrhundert auf der Grundlage neu erschlossener Quellen.

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