König Georg V. – Hannovers letzter Herrscher

22.01.2013


Vortrag von Dr. Alexander Dylong (Hildesheim) am 22. Januar 2013

Unter den zahlreichen Herrschern in der über tausendjährigen Geschichte des Welfenhauses gibt es kaum eine Figur, deren Persönlichkeitsbild bis zum heutigen Tag so zwiespältig erscheint wie das von König Georg V. (1819-1878). Es wird bis heute sehr stark durch subjektive Wertungen und Urteile geprägt. Es reicht vom hoch gebildeten und kunstsinnigen Landesherrn mit einem ausgeprägten Mäzenatentum im kulturellen Bereich, der seine bereits mit 14 Jahren erlittene Erblindung mit bemerkenswerter Fassung trug, bis zum selbstgerechten Autokraten, der mit anachronistischen Wertvorstellungen ein reaktionäres Regime führte und dabei häufig unfähigen Ratgebern vertraute.
Der Hildesheimer Historiker Alexander Dylong hat unlängst eine Biographie über den letzten hannoverschen König vorgelegt. In seinem Vortrag wird er sich besonders mit Georgs Erblindung und deren Folgen, seiner Förderung von Kunst und Kultur, seiner Regierung sowie seinen Aktivitäten in der Zeit des Exils beschäftigen und natürlich auch sein Verhalten gegenüber der evangelischen wie der katholischen Kirche thematisieren.

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